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Der Thriller von Eschbach wurde nicht ohne Grund zum "besten Roman des Jahres 1998" gewählt. Er hat wirklich alles, was ein spannendes Buch braucht. Einen jungen dynamischen Hauptdarsteller, der aber nicht allzu perfekt ist und eine gut konstruierte Story  mit allerhand Überraschungen.

Das Jesus Video ist kein religiöser Schmöker, wie es der Titel vielleicht 'befürchten' lässt, sondern eigentlich eine Sience Fiction Geschichte, die in unserer Gegenwart spielt.
Es geht um ein Thema, das den Menschen schon seit jeher fasziniert und beschäftigt und schon in vielen Romanen und Filmen verarbeitet wurde. Aber ich finde, hier ist es besonders pfiffig und kreativ verarbeitet. Das Thema Zeitreisen.

Der Leser begleitet niemanden bei einer Zeitreise und wird auch weder in die Vergangenheit, noch in die Zukunft entführt. Wir bleiben in der Gegenwart, in der der Jungunternehmer Stephen Foxx an einer Ausgrabung in Israel teilnimmt. Im Laufe dieser Ausgrabung findet er in einer Grabstätte die Bedienungsanleitung für eine Videokamera und es ist schnell erwiesen, dass diese Anleitung nicht nur zu einer Kamera gehört, die erst in 3 Jahren auf den Markt kommt, sondern dass die Anleitung fast 2000 Jahre alt ist.

Das Buch ist spannend und fesselt bis zum Ende, denn nun geht die Suche nach einer Erklärung los und diese scheint gar nicht so einfach. Ein Wettlauf mit der Zeit entbrennt, denn nicht nur Stephen und seine Freunde suchen nach dem Zeitreisenden, sondern einige andere Stellen und Institutionen werden in das Abenteuer verstrickt.
Man kann das Buch wirklich schlecht aus der Hand legen und muss lesen, bis die Lösung gefunden ist. Der Wälzer hat immerhin 650 Seiten, aber die vergehen wie im Flug.

Ich empfehle das Buch immer wieder gerne und habe damit noch nie daneben gelegen, da es SF-Fans und Thriller-Leser gleichermassen fasziniert.