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Der Autor
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James Patterson (*1949) studierte Literatur, arbeitete in der Psychiatrie und dann in
einer New Yorker Werbeagentur. Sein erster Roman The Thomas Berryman Number
wurde erst von 31 Verlagen abgelehnt, um dann nach seinem endgültigen Erscheinen mit dem
Edgar Allan Poe Award ausgezeichnet zu werden.
Bekannt wurde er durch sein Psychothriller, die inzwischen in 27 Sprachen übersetzt
wurden. Seine Bücher erreichten inzwischen eine Gesamtauflage von ca. 25 Millionen und
eines davon (..denn zum Küssen sind sie da) wurde verfilmt.
Neben inzwischen 10 diversen Werken, von denen aber nur sieben ins Deutsche übersetzt
wurden, erschienen auch folgende Romane mit Alex Cross als Titelheld:
-- Morgen, Kinder, wirds was geben (1993) original Along Came A Spider (1993)
-- .. .. denn zum Küssen sind sie da (1995) original Kiss the Girls (1995)
-- Sonne, Mond und Sterne (2001) original Jack & Jill (1996)
-- Wenn die Mäuse Katzen jagen (1999) original Cat & Mouse (1997)
-- original Pop! Goes the Weasel (1999)
Die Aufmachung
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Das Taschenbuch fiel mir sofort ins Auge, weil es wirklich eine sehr schöne
Umschlaggestaltung aufzuweisen hat. Es ist rundherum in einem sehr schönen blau gehalten,
mit einer schwarzen Katze in der unteren Hälfte. Sowohl der Buchtitel als auch der Autor
sind in einer 3D-Schrift ich würde sagen es ist Book Antiqua nicht nur
aufgedruckt, sondern in den Deckel eingeprägt. Dadurch wirkt das Buch für ein
Taschenbuch verhältnismäßig edel und auffällig. Auf der Rückseite darf natürlich
neben dem Klappentext die Maus nicht fehlen.
Das Buch hat 413 Seiten, ist also in nicht all zu langer Zeit zu bewältigen.
Die Story
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Polizeipsychologe Alex Cross, ein farbiger, sympathischer Doktor der Psychologie, lebt mit
seiner Familie in Washington. Seine Familie besteht aus seiner alten, aber lebensfrohen
Großmutter Nana und seinen beiden Kindern Jannie und Damon. Cross jagt den Serienmörder
Gary Soneji, der davon besessen ist, die spektakulärsten Massenmorde der amerikanischen
Geschichte zu übertreffen. Cross hat ihn bereits einmal ins Gefängnis gebracht und
hofft, dies noch einmal zu schaffen.
Auch in Europa treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Der allerdings richtet seine Opfer
auf bestialische Weise zu und wird in der Öffentlichkeit Mr.Smith, der
Außerirdische genannt. Auch in diesem Fall bitten ihn die Kollegen um Rat. Erst lehnt
Cross ab, da er sowieso schon zu wenig Zeit für seine Familie hat, doch schon bald stellt
sich heraus, dass er auch in diesem Fall eine Rolle zu spielen scheint.
Meine Meinung
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Um es direkt vorweg zu sagen: Das Buch ist nicht wirklich schlecht. Aber man muss es nicht
unbedingt gelesen haben. Es ist nicht wirklich fesselnd und neue, revolutionäre Ideen
enthält es auch nicht.
Das Malheur beginnt schon mit der Übersetzung des Titels.
Die Story handelt von der Thematik Katz-und Mausspiel. Patterson löst im Verlauf des
Buches niemals auf, wer die Katze und wer die Maus ist, und schon gar nicht, wer wen jagt.
So heißt das Buch im Originaltitel Cat and Mouse, was denn auch schon falsch
übersetzt wurde mit Wenn die Mäuse Katzen jagen. Während Patterson dem
Leser selber überläßt, wer nun wen jagd, nimmt die Übersetzerin dem Leser diese
Entscheidung ab, und der Übersetzerin (Dietlind Kaiser) steht das wohl nicht unbedingt
zu, denke ich.
Da ich das Original nicht gelesen habe, werde ich ab jetzt behaupten, der Autor selber
wäre schuld ;-). Schuld zum Beispiel am Malheur mit der Person des Erzählers. Das Buch
wird jeweils aus zwei Perspektiven erzählt. In der 3. Person (er ging .. ..) , wenn es um
den jeweiligen Verbrecher geht also Gary Soneji und Mr. Smith und in der 1. Person
(ich ging .. ..), wenn es um den Polizisten geht also Alex Cross. Verwirrend wird
es allerdings, dass der Ich-Erzähler in der Mitte der Story wechselt. Cross pausiert
sozusagen als Erzähler und Thomas Pierce übernimmt diese Rolle. Dadurch entsteht ein
unheimliches Chaos an Polizist und Verbrecher, Ich und Er .. ..
.. .. auf jeden Fall hab ich bisher gedacht, das in der 1. Person dann geschrieben wird,
wenn es einen Erzähler der Story gibt, der das Ganze aus seiner Sicht erzählt. Der
Wechsel mag an dieser Stelle als ein stilistisches Werkzeug geplant gewesen sein, ich
empfinde es nur als sehr unnötig verwirrend.
Die Charaktere in dem Buch sind ein bißchen flach. Patterson verschwendet nicht viele
Wörter an die Beschreibung seiner Charakter. Die Nebenfiguren sind fast besser
beschrieben, als die Hauptdarsteller. Man erhält zwar einen Einblick in das Familienleben
von Cross, oder auch in seine Freundschaft zu Sampson, aber einen Einblick in die Personen
selber muss man sich selber ausdenken. Das muss zwar nicht unbedingt falsch sein, aber ich
empfinde das in einem so kurzen Buch als zu ablenkend von der Story.
Jetzt im Nachhinein, habe ich gelesen, dass Alex Cross in der Verfilmung von ".. ..
denn zum Küssen sind sie da" von Morgan Freeman gespielt wurde. Seltsam, ich hab den
symphatischen Bullen, mit der netten Familie immer als Denzil Washington vor mir gesehn,
hehe.
Die Story an sich ist sehr konstruiert. Anstatt sich auf einen der beiden Serienkiller zu
konzentrieren, versucht Patterson vergeblich, eine komplizierte ineinander verstrickte
Geschichte zu basteln. Das hilft der Story nicht gerade dabei, Spannung zu erzeugen. Alles
wirkt ein bißchen unwahr und zufällig zurecht gelegt. Nicht sehr überzeugend. Das mag
anders sein, wenn man auch die anderen Cross-Romane gelesen hat. Aber diesem als
Einzelwerk fehlt es an Tiefe und Charakter.
Ich würde das Buch nicht unbedingt als unspannend bezeichnen. Auf seine Art ist es sicher
spannend. Allerdings zieht sich nicht ein Spannungsbogen durch das komplette Buch, sondern
es sind viele, kleine Teilstrecken, die durch Spannung miteinander durchzogen werden.
Leider lösen sich diese kleinen, spannenden Episoden immer zu schnell auf, weil ganz
plötzlich etwas passiert und weg ist sie .. .. die Spannung.
Man zittert nicht wirklich mit, wenn schlimme Dinge passieren. Man kann sicher nicht viele
Schriftsteller mit Thomas Harris vergleichen, aber Patteron ist sehr weit davon entfernt,
versucht sich aber vergeblich, ähnliche Empfindungen im Leser hervor zu rufen. Seine
Mörder handeln ähnlich bestialisch wie Hannibal Lecter, aber es berührt mich nicht
wirklich, zu lesen, dass dem Opfer die Gesichtshaut von der Stirn bis über das Kinn
gezogen wird. Patterson könnte genauso gut erzählen, wie jemand einen Apfel schält.
Aber wie Anfangs erwähnt, es ist nicht wirklich schlecht. Aber man muss es auch nicht
unbedingt gelesen haben. Es unterhält, aber es fesselt nicht.
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