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Morde im
Norden, Morde im Süden, Morde auf einer einsamen Insel und immer ist zufällig die
Anthropologin Tempe Brennan zuständig, bzw in der Nähe. Sie scheint Leichen nur so
anzuziehen und der größte Zufalle daran ist, dass alle Morde plötzlich irgendwie
zusammen gehören.
Die Anthropologin Tempe Brennan arbeitet in Quebec für die Gerichtsmedizin und wird zu
einem Brand gerufen, um die Todesursachen von 7 Leichen zu ermitteln. Dabei stellt sich
schnell heraus, dass es sich hier nicht um einen Unglücksfall handelt. Noch wärend sie
diesen Fall untersucht, bekommt sie die Leiche einer jungen Frau auf den Tisch, die mit
qualvollen Methoden ermordet wurde. Zurück in Carolina, wo sie ebenfalls arbeitet,
besucht sie einen Freund auf einer einsamen Insel, auf der 2 Leichen gefunden werden. Auch
hier wird sie gebeten, bei der Obduktion behilflich zu sein.
Irgendwann taucht der Verdacht auf, dass eine namenlose Sekte eine Rolle spielt. Tempe
schwebt in Gefahr, will dies aber nicht wahr haben. Stück für Stück fügt sich jede
Leiche und jede vermisste Person in das Bild, egal wie weit von einander entfernt sie
gefunden wurden.
Die Story strotzt nur so von Zufällen und scheint mir sehr konstruiert und auch nicht bis
ins letzte schlüssig. (z.B. schreibt Tempe mehrere Male von etwas, was sie im
Unterbewußtsein weiss, kriegt aber erst einige Kapitel später den Anhaltspunkt, der sie
zu diesem Wissen bringt).
Eigentlich ist die Story auch ganz spannend, wären da nicht seitenweise Versuche der
Autorin, ihr Wissen an den Leser zu bringen. Hat man sich durch die ersten 50 Seiten
gerichtsmedizinische Lehrstunde durchgebissen schon interessant, aber für die
Story in dem Ausmaß unwichtig fällt das Lesen leichter und das Ende wird wieder
interessant. Allerdings kommen immer wieder Lehrstunden vor, wie zum Beispiel eine ca. 8
seitige Erklärung, wie Insekten darauf schließen lassen, wie lange eine Leiche bereits
tot ist.
Hmm, soooo genau muss ich das nicht wissen !
Wen wundert es da, zu erfahren, dass die Autorin Kathy Reichs tatsächlich als
Anthropologin in gerichtsmedizinischen Instituten gearbeitet hat.
Und wenn man sich dann durchgebissen hat, und die Story endlich spannend wird, einen
gewissen Zusammenhang kiegt und auch nicht mehr so übertrieben detailiert ausgeschmückt
wird, dann ist das Buch auch schon RuckZuck vorbei, alles aufgelöst, alle offenen Fälle
irgendwie eingefügt, alle .. .. naja, ich will nicht zu viel von der Handlung verraten,
aber es scheint, als hätte die Autorin 40 Seiten vor Ende des Buches auf dem Kalender den
Abgabetermin entdeckt und mal eben ein Ende gemacht.
Meine Empfehlung an den Verlag : Um ca. 100 Seiten kürzen, dann ist es fast perfekt. Es
sei denn, der Leser will was lernen über Leichen, Insekten, Knochen, Schambeine .. .. *g*
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