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Das magische Messer Philip Pullman

 

Im zweiten Teil der Lyra-Trilogie "Das Magische Messer" stellt sich heraus, daß Lyra Listenreichs Aufgabe darin besteht, jemandem dabei zu helfen, seine Aufgabe zu erfüllen, welche wiederum darin besteht ....
Der zweite Teil gewinnt an Tiefe, wo der erste "nur" fesselte und begeisterte. Als hätte der Autor - durch den Erfolg des ersten Teils beflügelt - den Mut gefasste, der Geschichte einen Philosphischen Ansatz zu verleihen, geht es hier nicht mehr nur um das phantastische Schicksal eines Kindes, sondern vielmehr um die Geschichte der Welten und sogar von Gott und Engeln ist die Rede.
Doch nichts davon kann den Leser ablenken von der Trauer, die ihn ergreift, wenn alte Bekannte den Tod finden und neue Bekannte zum Hauptdarsteller werden, angetrieben von einer nicht greifbaren Kraft und beschrieben durch die lebendige Sprache eines Pullmanns.
Diese Geschichte beginnt mit der Flucht des Jungen Will, vor den Männern, die versuchen ihm die Briefe seines Vaters zu stehlen. Durch einen Zufall entkommt Will indem er durch ein 'Loch' in seiner Welt in eine andere Welt flieht. Dort trifft er auf Lyra, die ebenfalls nicht von dieser Welt ist, sondern einen Zugang gefunden hat. Zusammen erleben sie Abenteuer und überstehen zahllose Gefahren. Und sie finden 'das magische Messer', welches den Schlüssel zum Wandern durch die Welten ist.

Wie im ersten Teil bleibt das Ende auch hier wieder offen und das Schicksal von Lyra und ihrem Daimon ungewiss. Und wie im ersten Teil ist auch dies Fantasy vom Feinsten und nicht nur für Kinder geschrieben.