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Q-Topflappen4-1.jpg (28693 Byte)

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Topflappen, nicht nur für Anfänger
 
Die Topflappen bestehen aus einem Mittelbild von ca. 10x10 cm  und 3 cm-Streifend, hier in 2 Farben, drumherum.

Man sollte unbedingt darauf achten, dass alle Stoffe vorgewaschen sind und aus Baumwolle, damit sie bei grosser Hitze nicht schmilzen, hehe. Für die Wattierung auf keinen Fall ein Polyestervlies verwenden, da auch dieses schmilzt.
Am besten eignet sich ein spezielles Thermovlies oder 3-4 Lagen eines alten Geschirrtuches (dann kommen die auch noch mal zum Einsatz, statt sie entsorgen zu müssen.)

 

 


 

Die Zahlen geben die Reihenfolge des Zusammennähens an.

Die Nahtzugabe berechnen wir mit 0,75 cm pro Naht. Wenn unsere Streifen also 3 cm breit sein sollen, schneiden wir sie mit dem Rollschneider auf 4,5 cm Breite zu.
Die Länge der Streifen muss noch nicht exakt sein.

Das Mittelteil soll 10 x 10 cm werden, also schneiden wir 11,5 x 11,5 cm zu.

   

 

Der erste Streifen wird rechts auf rechts auf die Mitte gelegt, so dass er auf der rechten Seite bündig liegt und an der linken Seite übersteht. Erst wenn er angenäht ist, wird die Naht ausgebügelt oder mit einem Fingernagel flach gedrückt und der Streifen auch auf der linken Seite bündig abgeschnitten.
Der zweite Streifen wird auf die gleiche Art an der nächsten Seite angenäht. So wird fortgefahren, bis das Mittelstück von einem farbigen Streifen eingefasst ist.
Dann kommt die 2. Farbe dran und wird auf die gleiche Art angenäht.

Dieser Topflappen-Block ist eigentlich ein Log Cabin Block (Blockhaus) und besonders gut für Anfänger geeignet, weil man Massdifferenzen gut ausgleichen kann. Selbst wenn man mal nicht so ganz korrekt gemessen hat, kann man am Ende jeder Runde immer noch ein bisschen korrigieren, so dass nicht die ganze Arbeit darunter leidet.


Wenn das Top (das Oberteil) fertig ist, kommt das Zusammensetzten der 3 Lagen eines Quilts.

Zu unterst legen wir den Hintergrundstoff glatt auf den Tisch. Damit er nicht verrutscht, wird er eventuell mit Kreppklebeband auf dem Tisch festgeklebt. Darauf wird die Watte gelegt, die exact die gleiche Grösse haben soll, wie unser Top. Das Top wird dann zu oberst auf die Watte gelegt  (auf dem Bild steht die Watte nur über, damit man es besser erkennen kann).
Während Top und Watte die gleiche Grösse haben, muss der Rückenstoff 3 cm grösser sein. Er steht also rundherum 1,5 cm über.

Die 3 Lagen werden jetzt entweder mit Sicherheitsnadeln fixiert, damit sie nicht verrutschen können, oder mit grossen Stichen zusammengereiht (geriehen).

Jetzt wird das gute Stück entweder mit der Maschine oder per Hand gequiltet. Ich zeichne mir dafür das Muster mit einem Kreidestift auf der Oberseite vor und nähe dieses dann nach. Durch die Watte entsteht ein reliefartiger Eindruck. Entweder man zeichnet sich ein ganz anderes, passendes Muster vor, oder man quiltet einfach die Nähte nach.

Als letztes wird der überstehende Rand des Rückenstoffes nach vorne übergeschlagen. Diesen einmal einschlagen, damit keine offenen Kanten entstehen und dann so auf der Vorderseite festnähen, dass er 0,75 cm auf dem Top aufliegt. Jetzt ist unser grüner Streifen auch 3 cm breit.
Als allerletztes wird noch eine Schlaufe auf der Rückseite festgenäht, damit man das Kunststück auch gut in der Küche zur Geltung bringen kann.

Fertig ist der Topflappen.

Die Masse sind natürlich vollkommen flexibel. Wenn man z.B. ein kleines Mittelteil  hat - was ja meistens schon von die Stoffwahl abhängig ist - dann näht man einfach eine weitere Runde, also einen dritten Streifen um den Topflappen, um zur endgültigen Grösse zu gelangen.

Übrigens kann man auch erst den Rand festnähen und dann quilten. Das sollte jeder für sich selber ausprobieren.


©Ania Vitale