Dieses Randmuster wird in mehreren Schritten genäht.
Als erstes werden die geteilten Dreiecke vorbereitet.

Hierfür schneiden wir gleich viele Quadrate aus beiden Farben, aus denen sie zusammen gesetzt werden sollen.
Wir legen jeweils ein Quadrat jeder Farbe genau aufeinander. Am besten jeweils ein helles auf ein dunkleres Quadrat (auf der Zeichnung ist es nur versetzt, damit man es besser erkennen kann).
Dann zeichnen wir uns eine gerade Linie auf das oben liegende Quadrat, die dieses genau diagonal teilt.
Die beiden Quadrate werden mit jeweils 2 !! Nähten miteinander verbunden.
Wir nehmen an, die Linie, die wir gezeichnet haben, wäre die geschnittene Kante und nähen einmal links daran vorbei - mit der üblichen Nahtzugabe von Linie zu Naht - und einmal rechts daran vorbei.



Als nächstes schneiden wir die Quadrate auf der gezeichneten Linie auseinander.



 

Wenn wir die beiden Teile, die wir nun erhalten haben, auseinander bügeln, haben wir 2 diagonal geteilte Quadrate.
Wir mussten keine diagonal geschnittenen Teile aneinander nähen, deswegen sollte sich auch nichts verzogen haben oder wellen.
 


Wenn es jetzt erstmal nur darum ginge,  geteilte Dreiecke zu nähne, bräuchten wir sie einfach nur noch einmal diagonal durchschneiden.
Dadurch erhalten wir dann wiederrum 2 diagonal geteilte Dreiecke.

Wie gross nun die Quadrate sein müssen, damit diese Dreiecke am Ende die richtige Grösse haben, kann man entweder ausrechnen, oder man kann es sich aufzeichnen, denn wir verlieren natürlich bei jeder Naht eine Nahtzugabe, die das Resultat jeweils verkleinert.

Ich berechne das immer sehr grosszügig und schneide meine Dreiecke dann lieber nochmal nach. Dabei kann ich dann darauf achten, dass auch wirklich alles winklig ist und die Farbtrennung auch tatsächlich in der Mitte ist.

 

 




 

Doch unser Pyramidenmuster ist an dieser Stelle noch nicht komplett.

Wir müssen diese Schritte noch einmal wiederholen, indem wir unsere Quadrate !! vor dem Teilen wieder auf ein uni Quadrat der 3. Farbe legen.
Wieder einen Strich in die Mitte malen und beidseitig daran vorbei nähen.
Dabei müssen wir diemal darauf achten, dass die rechten Seiten aufeinander liegen.
Dann wieder auf der Linie auseinander schneiden.

Wenn wir diese wiederum auseinander bügeln erhalten wir die Bausteine unserer Bordüre.

 

Wir brauchen jetzt nur noch die entstandenen mehrmals geteilten Quadrate immer in die gleiche Richtung zusammen nähen und es entsteht unsere Pyramidenbordüre.

 

Das hört sich viel komplizierter an, als es in Wirklichkeit ist.
Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, ist es sehr einfach.
Am Besten schneidet ihr Euch einfach mal 2 verschieden farbige Quadrate und probiert es aus. dann wird es schnell verständlicher.

Man könnte natürlich alternativ auch einfach Dreiecke in 2 verschiedenen Grössen zuschneiden und auf herkömmliche weise
aneinander setzen. Doch das ist viel schwieriger, weil man dann Diagonalen zusammen nähen muss, die sich
erfahrungsgemäss verziehen.