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Spitzen applizieren
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Ein unerfahrener Reflex
beim Applizieren von Spitzen ist es, die Nahtzugabe möglichst weit
zurück zu schneiden.
Das ist weder nötig, noch hilfreich, da es dann erst rechts ausfranst.
Auch sollte die
Nahtzugabe auf dem letzten cm vor und hinter der Ecke nicht
eingeschnitten werden, wenn es die Form erlaubt.
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Das
Stoffstück wird wie gewohnt appliziert. Der letzte Stich endet genau in
der Spitze.
Die Nahtzugabe wird dann
Stück für Stück ungelegt, bzw unter die Spitze gefaltet. |
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Als
erstes wird die Nahtzugabe mit der Nadel ca im rechten Winkel unter die
Spitze gefaltet. |
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Die
übrige Nahtzugabe wird wieder zur Hälfte gefaltet unter die Spitze
geschoben und dort mit dem Fingernagel des linken Daumens festgehalten. |
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Dann wird der Rest der Nahtzugabe bis zur angezeichneten Linie
untergeschoben und wieder mit dem Fingernagel festgehalten.
Dabei wird auch ungefähr der erste cm mit umgeschlagen, um eine glatte
forführende Kante zu erreichen. |
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Während der linke
Fingernagel noch die Nahtzugabe festhält, steche ich mit der Nadel ganz
minimal neben der Spitze in den Hintergrundstoff ein und komme an der
gleichen Stelle im Stoffstück wieder raus.
Den Faden dieses Stiches feste anziehen, damit sich das Garn um die
gefalteten Zugaben legen kann und von hier aus wenigstens noch einen
weitern Stich in gewohnter Weise applizieren, bevor der Druck
des Fingernagels
nachlässt.
Die ersten Ecken werden
sicher ein bisschen schwierig sein.
Aber auch hier gilt, dass Übung den Meister macht.
Wie spitz und
sauber eine Spitze wird, hängt übrigens auch vom Stoff ab.
Wer Applikationen mit ausgeprägten Formen plant, sollte auf jeden Fall
möglichst feine und dünne Baumwollstoffe verwenden.
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©
Ania Vitale 2007
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