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Teufel

Die Teufeline ist unser Schmuckstück. Und zwar ein so wertvolles Schmuckstück, dass sie niemand zu sehen bekommt, ausser uns *g*

Ich habe sie aus einem Tierheim geholt, als ich fand, dass Krümel einen Spielgefährten braucht. Laut Tierheim ist der Teufel ein HalbperserKater, der im Wald aufgegriffen wurde, wo er geboren wurde. Da ich nicht viel von Katzen wußte, nahm ich all das als gegeben hin. Heute sind wir ein bischen schlauer. Der Teufel ist nämlich eine Teufeline und ein Persermischling ist sie auch nicht.
Als ich im Tierheim auf sie zeigte, erntete ich nur fragende Blicke, welche an meinem Finger vorbei auf eine pechschwarze, langhaarige, fauchende Gestalt trafen, die versuchte, sich hinter einem Fressnapf zu verstecken. Entschlossen, mich davon nicht abschrecken zu lassen, beharrte ich auf meinem Willen und wir verließen das Tierheim gemeinsam, aber nicht ohne den gutgemeinten Rat "ich würde sie erstmal nicht anfassen".
Anfassen ?
Dass ich nicht lache. Wir haben das schwarze Fellbündel erstmal Wochenlang nicht zu Gesicht gekriegt und konnten nur raten, unter welchem Schrank sie sich gerade verkroch. Heute, ca. ein Jahr später hat Teufelchen immer noch Angst vor lauten Geräuschen, schnellen Bewegungen und fremden Leuten. Und dummerweise vor dem Fotoapparat.
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Aber Abends kriecht sie aus ihrem Versteck hervor und mauzt, bis sie jemand muckelt. Wir haben es nie bereut, denn wir freuen uns über jeden Fortschritt, den unser kleiner CasperHauser macht.
MarschMellows mag sie nicht, aber sie liebt Käsepopkorn und Fellmäuse zieht sie jedem anderen Spielzeug quikend vor und aus  :-).

 

 

Ein Jahr später :

Jetzt lebt die Teufeline schon eineinhalb Jahre bei uns. Wenn wir keinen Besuch haben, merkt man keinen Unterschied zu einer 'normal' aufgewachsenen Katze.
Sie schläft nicht mehr im Schrank, sondern liegt bequem auf der Couch, auch wenn es draussen noch hell ist und sie schläft inzwischen auch mit geschlossenen Augen. Ihr größtes Vergnügen ist es, wenn ich auf der Couch liege und lese, denn dann liegt sie auf meinem Bauch und schlummert. Sie springt auch nicht mehr erschrocken auf, wenn ich mich ein bißchen bewege und sie begrüßt mich an der Haustür, wenn ich von der Arbeit komme.
Was sie leider immer noch nicht mag, ist der Fotoapparat. Aber wir versuchen es weiter *g*.

Alles in allem kann ich jedem, der einen ähnlichen Fall von Angsthase zu Hause hat, nur einen Rat geben. Geduld ist hier der beste und vielleicht einzige Weg. Es wird sich lohnen. Im Nachhinein haben wir mit Geduld wohl das richtige getan,  wir haben sie monatelang kaum beachtet und zu nichts gedrängt und haben uns einfach nur an jedem kleinen Fortschritt erfreut.

Und immer noch bereuen wir das nicht. Denn der Teufel höchstpersönlich dankt uns unsere Geduld mit seinem Vertrauen.